Terrassenüberdachung – und der Regen kann kommen

Terrassenüberdachung - und der Regen kann kommen Eine Terrasse ist einer der schönsten Orte, die man sich im Sommer vorstellen kann. Was gibt es Schöneres, als von der Arbeit nach Hause zu kommen und das Feierabendbier im Freien, an der frischen Luft genießen zu können? Und doch gibt es da einen Punkt, der manchmal nicht genug Beachtung findet: Die Überdachung. Denn auch an warmen, aber regnerischen Tagen kann man sich natürlich auf der Terrasse aufhalten, wenn man eine entsprechende, regenabweisende Überdachung sein Eigen nennen kann. Eine Überdachung, die dennoch ausreichend Licht / Sonne hindurchlässt, um sich einerseits ohne weitere Lichtquelle auch an Regentagen dort aufhalten kann, aber auch ein Sonnenbad durchaus machbar ist.

Welche unterschiedlichen Arten der Terrassenüberdachung gibt es?

  • Die Marquise
  • Die Pergola
  • Das Kunststoffdach aus einfachen, transparenten Kunststoffplatten oder Hohlkammerplatten
  • Das Holzdach
  • Die Kombination aus Holzdach und Hohlkammerplatte
  • Die Aluminium-Konstruktion mit Holz-, Glas- oder Hohlkammerplattendach
Sie sehen, Sie haben die freie Auswahl. Vermutlich sind sogar noch weitere Optionen möglich. Doch ist nicht jede Option für Sie geeignet. Warum nicht? Nun, zunächst einmal ist es, wie üblich, das persönliche Budget, das gewisse Grenzen aufweist. Ja und dann ist es natürlich noch eine Frage des Hauses, das mit dieser Terrassenüberdachung geziert werden soll. In diesem Punkt sollte man sich sicher sein. Und seien wir einmal ehrlich: Ein altes Haus, schön restauriert und mit Terrasse versehen und dann soll eine Aluminium-Konstruktion mit Hohlkammerplattendache die Terrasse vor Regen schützen? Nein, das wäre ein absoluter Stilbruch. Umkehrschluss: Das postmoderne Reihenhaus mit einer schweren Holzkonstruktion auf der Terrasse mit Glasdach? Eher nicht. Sicherlich ist der persönliche Geschmack entscheidend. Vielleicht kann man sich ja im Internet oder in der Nachbarschaft Anregungen holen. Sie können sich nicht entscheiden oder sind sich nicht sicher, welche Variante am besten zu Ihrem Haus und Ihnen passt? Kein Problem – dafür sind Fachleute da. Wenden Sie sich an ein Spezialunternehmen, um eine gute Beratung zu erhalten. Auch Zimmerei- und Tischlerbetriebe bieten entsprechende Arbeiten an.

Achtung Achtung – Baugenehmigung?

Wie bei so vielen Bauangelegenheiten ist auch in diesem Fall zu klären, ob für ein Terrassendach eine Baugenehmigung fällig ist oder nicht. Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, da dies von Landkreis zu Landkreis anders gehandhabt wird. Am besten telefonieren Sie kurz mit dem Ortsamt, Abteilung Bauamt. Sollte eine Genehmigung notwendig sein, ist es eine notwendige Sache, solange mit dem ersten Handschlag zu warten, bis diese im Original vorliegt. Man weiß ja nicht, ob nicht doch einmal eine unangekündigte Baukontrolle auf dem Grundstück erscheint. Auch in Bezug auf den Bebauungsplan der Gemeinde kann es wichtig sein, gewisse Vorgaben zu beachten, sodass das Telefonat mit dem Amt auf jeden Fall durchgeführt werden sollte. Sicher ist sicher! Denn werden die Anforderungen aus dem Bebauungsplan nicht erfüllt, kann ein resoluter Amtsvorstand den Rückbau der Terrassenüberdachung anordnen.

Hallo – Langlebigkeit

Natürlich möchte jeder Terrassenbesitzer auch eine langlebige Überdachung für sich in Anspruch nehmen können. Deshalb ist die Auswahl des Materials wichtig. Sicherlich hat hier jeder seine Vorlieben. Aluminium, Stahl und Kunststoff – über diese drei Materialien muss man sich nicht unterhalten. Sie sind definitiv langlebig. Entscheiden Sie sich für Holz, sollten Sie auf die Langlebigkeit des Holzes achten. Hierzu gehören unter anderem deutsche Harthölzer wie Eiche, Esche, Buche, Birne, Nussarten, aber auch Robinie, Doussie, Merbau oder Sucupia. Und dann haben wir noch die Harthölzer aus aller Welt, die vom Teakholz angeführt werden. Doch natürlich brauchen wir uns nicht darüber unterhalten, dass die Verwendung von Teakholz umstritten ist und zudem auch eine finanzielle Mehrbelastung darstellt.

Expertenmeinung zum Holzdach der Terrasse

Holz ist immer noch eines der beliebtesten Werkmaterialien. Es gilt als günstig, leicht zu verarbeiten, ebenso leicht zu pflegen. Zudem gefällt sehr vielen Menschen die Optik wie auch die Haptik. So ist die Wahl einer Holzkonstruktion sehr häufig gewünscht. Aber Holz birgt auch Nachteile. So einfach es aufzubauen ist, so hoch ist auch das Eigengewicht. Dies ist bei der Vorbereitung des Untergrundes zwingend notwendig. Ein solides Fundament ist unbedingt notwendig, damit der Aufbau nicht abrutscht. Sollte man sich umentscheiden, ist der Rückbau schnell erledigt. Allerdings hat das Holz auch einen hohen Pflegebedarf, sodass man ein- bis zweimal pro Jahr mit dem Pinsel zugegen sein sollte. Dies gilt übrigens auch für Holz, da in imprägnierten Zustand erstanden wird.

Das Aluminiumgerüst

Natürlich ist Aluminium ein Werkstoff, der relativ edel ausschaut und dennoch nicht allzu teuer ist. Allerdings zeigt Aluminium sofort einen großen Nachteil auf: Es kann kein Glas als Auflage möglich, da es für das Aluminium schlicht zu schwer ist. Hier sind Hohlkammerplatten oder ähnliches angeraten. Damit hat man ein relativ günstiges Terrassendach mit einem leider erhöhten CO²-Fußabdruck gebaut. Dennoch werden sie oftmals ausgewählt, da sie recht gut in die Brieftasche passen.

Glas oder Kunststoff?

Ganz klar, Glas ist ein natürlicher Kunststoff, schön und zeitlos. Allerdings ist es pflegebedürftig, was bei einem Terrassendach natürlich nicht ganz einfach ist. Sicherlich ist dies auch bei den Kunststoffplatten notwendig. Im Zweifelsfall ist es aber kein großer Geldbetrag, der aufgebracht werden müsste, um die Kunststoffplatten auszutauschen. Bei Glaselementen sieht dies schon ganz anders aus. Und dennoch ist Glas natürlich der schönere, umweltfreundlichere Baustoff.

Die Marquise

Die Marquise ist natürlich auch eine wunderbare Überdachung. Nur ist sie im Vergleich zu den bisher genannten eher ein Sonnenschutz als eine Überdachung. Natürlich gibt es auch Modelle, die wasserundurchlässig sind. Dennoch sind auch sie heute noch hoch im Kurs. Denn auch sie sind relativ kostengünstig und langlebig.

Windschutz gefällig?

Natürlich ist in der Überdachung für gewöhnlich kein Seitenschutz gegen Wind bzw. ein Sichtschutz zu den Nachbarn vorhanden. Selbstverständlich kann dieser aber bereits in der Planungsphase integriert werden. Dann passt er optimal zur Terrassenüberdachung. Und genau das ist es doch, was Sie wollen, nicht wahr?

Fazit

Lassen Sie sich inspirieren. Viele Optionen stehen Ihnen zur Verfügung, um eine gute Terrassenüberdachung zu erhalten. Achten Sie auf die Langlebigkeit, die Optik und natürlich die Gründe, aus denen Sie sich die Überdachung wünschen. Ja, vieles in diesem Bereich möglich, umsetzbar. Lassen Sie sich also von Vorlagen und den Terrassenüberdachungen in der Nachbarschaft inspirieren. Suchen Sie sich Vorlagen, falls das passende nicht dabei gewesen ist. Sie werden auf jeden Fall, ein passendes Modell finden.